ÿþ<html> <head> <title>FolkWorld Kolumne: T:-)M's Nachtwache</title> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=iso-8859-1"> </head> <body bgcolor="#EEFFFA" link="#DC143C" alink="#FF3300" vlink="#4B0082"> <p><font size=4 color="4169e1"><font FACE="Maiandra GD">FolkWorld</font> Ausgabe 36 07/2008; Buchrezensionen von <a href="../../fw/staff.html#staff">Walkin' T:-)M</a></font> </p><br> <img src="../../19/p/spitzweg.jpg" align=RIGHT width=250 height=201 vspace=5 hspace=15 alt="Carl Spitzweg ,Der arme Poet', www.spitzweg.de"> <center> <b><FONT SIZE=7 COLOR="#ff0000">T:-)M's Nachtwache</FONT><br> <font color="#008000" size="5"><i>Tanzmeister, Ritter und andere Helden</i></font></b> </CENTER> <p><font size=4> Der kanadische Flötist <a href="http://www.ricordanza.com/brian/deutsch.htm">Brian Berryman</a> (-> <a href="../../22/e/cds2.html#berr">FW#22</a>) hat aufgezeigt, dass zwischen Barockmusik und traditioneller Folkmusik ein nahtloser Übergang besteht. In der Tat haben beide gemeinsame Wurzeln im Tanz. Oder anders gesagt: Die Raffinesse des Einen ergänzt die Lebendigkeit und Kraft des Anderen. </font></p> <p>Die Bezeichnung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barock">Barock</a>, musikalisch die Zeit zwischen 1600 und 1750, leitet sich vom portugiesischen <i>berrueco</i>, d.h. <i>unregelmäßig</i> im Sinne von <i>verschnörkelt</i>, her. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Jacques_Rousseau">Jean-Jacques Rousseau</a> schrieb 1768: <a name="morbach"><table align="left" bgcolor="#add8e6" cellpadding=5 width=200 border=5 bordercolor="#EEFFFA"> <tr> <td> <p><center><img src="../p/morbach.jpg" width=225 height=320 border=0 alt="Bernhard Morbach, Die Musikwelt des Barock - Neu erlebt in Texten und Bildern"></center> <p><font size=-1><B>Bernhard Morbach, <i>Die Musikwelt des Barock - Neu erlebt in Texten und Bildern.</i></B> <a HREF="http://www.baerenreiter.com/">Bärenreiter</a>, Kassel, 2008, ISBN 978-3-7618-1716-2, 301 S, ¬ 26,95 (inkl. CD-ROM). <p align=center><a HREF="../../33/d/nwache.html#morbach">Musikwelt der Renaissance (FW#33)</a> <br><a HREF="../../30/d/nwache10.html#morbach">Musikwelt des Mittelalters (FW #30)</a></p> </td></tr> </table> <i>Eine barocke Musik ist gekennzeichnet durch wirres Stimmgefüge, überhäuft mit Modulationen und Dissonanzen, durch schwierigen und wenig natürlichen Gesang, mühsame Intonation und gezwungenen Bewegungsverlauf.</i> <p>Grundlegend ist der sogenannte <i>Zentralaffekt</i>, d.h. dass eine Komposition (oder ein Satz einer Komposition) von einem bestimmten Gefühlszustand beherrscht wird. Mit einer Arie beispielsweise wird etwa der Verlauf der Handlung unterbrochen, um einem der Beteiligten die Möglichkeit zu geben, einen besonderen, gesteigerten Affekt großräumig zu entfalten. Der Sänger <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orpheus">Orpheus</a> in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claudio_Monteverdi">Monteverdis </a> Oper "<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/L Orfeo">L'Orfeo</a>" äußert: <i>Ich bin die Musik, die durch süße Töne jedes betrübte Herz zu beruhigen weiß, und bald zu edlem Zorn, bald zur Liebe die kältesten Gemüter entflammen kann.</i> <p>Als zentrale Autorität zitiert Bernhard Morbachs <b>Die Musikwelt des Barock</b> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Mattheson">Johann Matthesons</a> "Der vollkommene Capellmeister" von 1739, dessen vollständiger Titel lautet: <i>Das ist gründliche Anzeige all derjenigen Sachen, die einer wissen, können, und vollkommen inne haben muß, der einer Capelle mit Ehren und Nutzen vorstehen will.</i> <p>Mattheson sagt: <i>Bei einer jeden Melodie müsse man sich eine Gemüthsbewegung zum Haupt-Zwecke setzen.</i> Das betrifft auch die <i>Spiel-Melodien</i>, d.h. die Instrumentalmusik. Jedem einzelnen Tanztyp wird eine bestimmte Affektqualität zugeordnet, was einem heutigen Interpreten durchaus noch Hinweise auf die Gestaltung geben kann. <a name="ritter"><table align="right" bgcolor="#add8e6" cellpadding=5 width=300 border=5 bordercolor="#EEFFFA"> <tr> <td> <p><img src="../p/ritter.jpg" width=139 height=194 border=0 alt="Sybille Günther, Ritterburg & Königsschloss - Kinder spielen Ritter, Knappe, Burgfräulein, Prinz und Prinzessin" align=right hspace=10 vspace=5> <font size=-1> <p>Der Münsteraner <a HREF="http://www.oekotopia-verlag.de/">Ökotopia-Verlag</a> hat sich schon des öfteren mit dem Mittelalter beschäftigt. "Markt, Musik und Mummenschanz" und "Das große Spectaculum" hieß es, nun lädt <b>Ritterburg & Königsschloss</b> auf die Herrensitze ein - um das Leben mal <i>auf der Sonnenseite des Adels genießen</i>. Oho, verbirgt sich da Kritik an gegenwärtiger Sozial- und Familienpolitik? Wie auch immer, warum sollen unsere Kleinen nicht spielerisch die Vergangenheit entdecken. In der ersten Hälfte dreht sich alles um die Burg, in der zweiten um das Schloss, also um das Jahrtausend vom 8. bis zum 18. Jahrhundert. Mädel und Buben können bauen und dekorieren, malen und kochen, oder an Reigentanz und Minnespiel, Menuett und Maskenball teilnehmen. Der Band enthält viele Informationen, viel Spiel und Spaß, und ist anregend und vorbildlich aufgemacht. Geeignet für Kindergarten und Schule ebenso wie zu Ausflügen zu echten Gemäuern. Außer "Ein Jäger aus Kurpfalz", einer <a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Pavane">Pavane</a> von <a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Thoinot_Arbeau">Thoinot Arbeau</a>, dem spanischen "Pase el agua, ma Julieta Dama" aus dem 15. Jahrhundert, <a HREF="http://http://www.kant-gym.de/Kant-Gym/Januar2003/faecher/deutsch/aeiou/reuenthal.htm">Neidhardt von Reuenthals</a> "Nun will der Lenz uns grüßen" (nach einem Begriff aus einem Gedicht von Neidhardt hat sich die Folk-Rock-Gruppe <a HREF="http://www.myspace.com/ougenweide ">Ougenweide</a> benannt -> <a href="../../34/d/cds1.html#oug">FW#34</a>), sowie drei Strophen von <a HREF="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Gabriel_Seidl">Johann Gabriel Seidls</a> Gedicht "Das Lied vom tapferen Sänger <a HREF="http://http://de.wikipedia.org/wiki/Blondel_de_Nesle">Blondel</a>" sind die enthaltenen Lieder - leider - allesamt neuverfasst. Alle Lieder finden sich auch auf der gleichnamigen CD von <a HREF="http://www.firlefanz-kinderlieder.de">Hartmut E. Höfele</a> (siehe <a href="cds.html">CD-Rezensionen</a>). <p><a name="hoert"><center>Hört ihr Leut und lasset euch sagen<br> Was sich damals zugetragen<br> Was geschah in tausend Jahren<br> Könnt nicht auf einmal ihr erfahren<br> Doch erzähl'n euch diese Seiten<br> Einiges aus früheren Zeiten:<br> Wie gebaut die Brüstungen<br> Wie Ritter schwer an Rüstungen<br> Dem Burgfräulein sangen die Minne<br> Von so mancher Burgenzinne<br> Wie die Schlösser reich an Pracht<br> Künden von vergangner Macht<br> Wie Prinz und Prinzessin bei Feste getanzt<br> Wie sie getafelt im höfischen Glanz<br> Dieses und noch vieles mehr<br> Geben diese Zeilen her<br> Wachgeküsst soll's Leben sein<br> Von Ritter, Knappe, Burgfräulein<br> Auch Prinz und Prinzessin wollen wir wecken<br> Und mit Ihnen ihr Schloss entdecken </center> <p><B>Sybille Günther, <i>Ritterburg & Königsschloss - Kinder spielen Ritter, Knappe, Burgfräulein, Prinz und Prinzessin.</i></B> <a HREF="http://www.oekotopia-verlag.de/">Ökotopia Verlag</a>, Münster, 2008, ISBN 978-3-86702-046-6, 142 S, ¬ 18,90. </font> </td></tr> </table> <p align=center><table> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Menuett">Menuett</a></td><td>mässige Lustigkeit</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gavotte">Gavotte</a></td><td>rechte jauchzende Freude</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bourr%C3%A9e">Bourr&eacute;e</a></td><td>Zufriedenheit</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rigaudon">Rigaudon</a></td><td>tändelnder Schertz</td></tr> <tr><td><a href="http://http://de.wikipedia.org/wiki/Marsch">Marsch</a></td><td>ernsthafft oder poßirlich</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gigue">Gigue</a></td><td>frisch, hurtig</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polonaise_(Tanz)">Polonaise</a></td><td>Offenhertzigkeit, freies Wesen</td></tr> <tr><td><a href="http://http://de.wikipedia.org/wiki/Kontratanz">Contredanse</a></td><td>Eigensinn, ungebundene Großmuth, edle Guthertzigkeit</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Passepied">Passepied</a></td><td>Leichtsinnigkeit</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sarabande">Sarabande</a></td><td>Ehrsucht</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Courante">Courante</a></td><td>süsse Hoffnung</td></tr> <tr><td><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Allemande">Allemande</a></td><td>Zufriedenheit</td></tr> </table></p> <p>Für Musik und Gesellschaft öffneten sich im 17. Jahrhundert neue Horizonte: Städte und Bürger spielten eine größere Rolle im Musikleben, es war die Gründerzeit des öffentlichen Konzerts, die Gattung Oper entstand. <p>Die höfische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sarabande">Sarabande</a> mit ihrem gravitätische Duktus entwickelte sich aus einem andalusischen Fruchtbarkeitstanz, eigentlich ein rascher Sprungtanz. Tanzmusik war äußerst populär war und dabei kam der Dudelsack häufig zum Einsatz. Viele Schenken pflegten Besucher mit musikalischen Darbietungen anzulocken. <a name="helden"><table align="left" bgcolor="#add8e6" cellpadding=5 width=300 border=5 bordercolor="#EEFFFA"> <tr> <td> <p><img src="../p/helden.jpg" width=144 height=198 border=0 alt="Wir sind Helden, Liederbuch - Muss das so?" align=left hspace=10 vspace=5> <font size=-1> <p>Die Berliner Band <a HREF="http://www.wirsindhelden.de/"><b>Wir sind Helden</b></a> um Sängerin und Texterin Judith Holofernes gehört derzeit zu den erfolgreichsten deutschen Pop-Rock-Gruppen. Die <i>Helden</i> werden häufig unter der Stilrichtung der Neuen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Deutsche_Welle">Neuen Deutschen Welle</a> eingeordnet. Sie stehen im Ruf einer sympathischen Band von Nebenan und allzu nett und brav zu sein. Aber im Gegensatz zu den <i>Julimonds</i> dieser Republik knüpfen die Helden musikalisch eher bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Clash ">The Clash</a> an und singen über Kommerz- und Leistungsgesellschaft, Starlets mit dünner Stimme, aber großer Oberweite, und das <i>kälteste Gewerbe der Welt</i>, nämlich die Musikindustrie. "Heldenzeit" ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ton_Steine_Scherben">Ton Steine Scherben</a> minus Agitprop. Eher mit der resignativen Einstellung, dass man eh nix ändern könne, aber man müsse es auch nicht wortlos hinnehmen. <p><a name="zuhalter"><blockquote> Ihr schickt unsere Lieder auf die Straße in zu engen Hosen, in billigen Posen. Sie sollen ihre Runden drehen, mit den Kunden gehen. Ihr schickt unsere Lieder auf die Straße, um für euch zu laufen, sie sollen sich verkaufen. Sie sollen mit jedem mit, ein kleiner Schritt ist ein Schritt zum Hit für das kälteste Gewerbe der Welt. Zuhälter, haltet euch raus aus meiner Liebe! </blockquote> <p>Unter der Oberfläche glatt polierter Musik lauern doppelbödige und -deutige Texte, die man ohne Textbuch allerdings nur schwer verstehen kann. Den <i>gesamten musikalischen Kladderadatsch</i> und <i>tausend wirre Worte</i> gibt es aber nun im Helden-Songbuch <b>Muss das so?</b>, das die Songs aller drei CDs enthält, inklusive B-Seiten und Raritäten, Songtexten, Noten, Akkorden und teilweise mit ausnotierten Keyboard- und Gitarrenlicks, Basslinien und Schlagzeug-Grooves. Auch wenn es heisst: <i>Dieses Buch soll euch nicht in erster Linie dazu befähigen, unsere Lieder eins zu eins auf goldenen Hochzeiten aufzuführen.</i> Schwarzweiß-Fotos und handschriftliche Erklärungen und Anekdoten runden den ausführlichen Band ab. Zusätzlich ist ein <i>Helden-to-Go</i>-Heft nur mit Texten und Akkorden für <i>Friede, Freude, Lagerfeuer</i> beigelegt. <p><B>Wir sind Helden, <i>"Liederbuch - Muss das so?</i></B> <a HREF="http://www.bosworth.de/">Bosworth</a>, Berlin, 2007, ISBN 978-3-86543-307-7, 304 S (+ 64 Seiten Booklet), ¬ 24,95. <p>Hör/Sehproben @ <a HREF="http://www.wirsindhelden.de/">www.wirsindhelden.de</a> </font> </td></tr> </table> In Londoner <i>Alehouses</i> war das Singen von Kanons (<i>catches</i>) populär. Bei den <i>Ballad tunes</i> <blockquote><font size=-1> handelt es sich um einen riesigen Fundus von Melodien, die einerseits zwar bestimmten, ursprünglich ebenfalls mündlich tradierten Liedtexten zugeordnet sind (z.B. Greensleeves), andererseits aber zum Vortrag von neu gedichteten Texten benutzt wurden. Es handelt sich um die so genannten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ballad">Broadside Ballads</a>, die auf einem Blatt im Querformat gedruckt waren, wobei der Text dann immer mit einem <i>musikalischen Verweis</i> verbunden war: <i>To the tune of ...</i> Solche Ballad tunes wurden im 17. Jahrhundert vielfach zum Gegenstand von instrumentalen Variationen. Viele haben in der Tat ausgesprochen tänzerischen Charakter. Der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ballade">Ballade</a> selbst, der seinen Ursprung im Mittelalter hat, ist von ballare (ital. Tanzen) abgeleitet und verweist darauf, dass solche Dichtung - zumindest in ihrer Frühzeit - tanzend vorgetragen wurde. <p>Im 18. Jahrhundert kam der Begriff <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anglaise_%28Tanz%29">Angloise bzw. Anglaise</a> als kontinentale Bezeichnung für Tänze auf, die im schriftlosen, volkstümlichen Gebrauch auf den Britischen Inseln populär und auf dem Festland in kompositorisch verfeinerten (stilisierten) Formen verbreitet waren. Dem Typus des Country dance kommt dabei die größte Bedeutung zu. 1651 erschien die erstere, größere Sammlung, veröffentlicht von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/John_Playford">Henry [!] Playford</a> (1623-1686) unter dem Titel "<a href="http://http://en.wikipedia.org/wiki/The_Dancing_Master">The English Dancing Master</a>". Weiterhin finden sich Anweisungen für die drei Basistanzformen longways, rounds und squares. Offenbar unmittelbar im Auftrag Ludwigs XIV. begab sich ein französischer Tanzmeister 1685 nach England, um die dortige Tanzpraxis zu studieren. Seine Eindrücke schrieb er nieder, fügte einige Melodien an und überreichte diese Aufzeichnung dem Sonnenkönig. So entstand die französische <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kontratanz">Contredanse</a>. </font></blockquote> Mattheson ist kein Freund von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hornpipe_(Tanz)">Hornpipes</a>: <i>Die Hornpipen sind scotländischer Abkunfft, und haben bisweilen so was ausserordentliches in ihren Melodien, daß man dencken mögte, sie rührten von den Hofcompositeurs am Nord- oder Süd-Pol her.</i> <p>Bernhard Morbach, seit über 25 Jahren Moderator der Radiosendung "Morbach live  Alte Musik" beim Rundfunk Berlin Brandenburg, schildert in bewährter Weise im dritten Teil seiner Musikwelten nach dem Mittelalter (-> <a HREF="../../30/d/nwache10.html#morbach">FW#30</a>) und der Renaissance (-> <a HREF="../../33/d/nwache.html#morbach">FW#33</a>) diese Entwicklungen und insbesondere die in der E-Musik. Eine CD-ROM enthält den Notentext von über 50 Kompositionen im PDF-Format, eine Sammlung von Bildern mit Musikdarstellungen sowie ergänzende Texte. <p>Morbach widmet sich dabei auch Themen wie historische vs. moderne Aufführungspraxis, Frauen in einer musikalischen Männerwelt, sowie Barockmusik in der Neuen Welt. Bei der Kolonisation setzten die Jesuiten gar auf die Überredungskunst der Musik bei der Missionierung. Es sind <i><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Villancico">villancicos</a></i>, eine spanische Gattung des mehrstimmigen Liedes mit volksliedhaftem Gepräge, mit folkloristischen Elementen einerseits aztekisch-amerikanischer, andererseits afrikanischer Tradition überliefert. <p>Interessant sind auch die Ausführungen zur musikalischen Praxis am absolutistischen Hofe <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_XIV._(Frankreich)">Ludwigs XIV.</a>: nicht <i>l'art pour l'art</i>, sondern Inszenierung der Monarchie. Alle Bereiche des Hoflebens, einschließlich Konzerte und Tanz, wurden zur Stabilisierung des Staates und der königlichen Macht reglementiert und normiert. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Moliere">Molière</a> lässt einen Musiklehrer sagen: <i>Es gibt nichts Nützlicheres in einem Staat als die Musik.</i> Der Tanzmeister fügt hinzu: <i>Es gibt nichts Notwendigeres für den Menschen als den Tanz.</i> <table align="right" bgcolor="#add8e6" cellpadding=20 border=15 bordercolor="#EEFFFA"> <tr><td> <p><font size=4> <a HREF="../../35/d/nwache.html">T:-)M's Nachtwache FW#35</a> <br><a HREF="../e/nshift.html">Englische Titel</a> </font> </center> </td></tr> </table> <p>Gleichsam mit der Französischen Revolution 1789 endet nicht nur der absolutistische Staat, mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ancien_R%C3%A9gime">Ancien R&eacute;gime</a> verklingt auch das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cembalo">Cembalo</a> und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Viola_da_gamba">Viola da gamba</a> im besonderen und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alte_Musik">Alte Musik</a> im allgemeinen. <br clear=all><br><hr color="#0000CD"> <p><table align="center" bgcolor="#add8e6" cellpadding=20 border=5 bordercolor="#EEFFFA"> <tr><td> <p><center> <font size=4> <a HREF="index.html#up">Zurück zum FolkWorld-Inhalt</a><br> <a HREF="../e/index.html#up">Zur englischen FolkWorld</a> </font> </center> </td></tr> </table> <p> <font size=-1>&#169 <a HREF="../../fw/staff.html">The Mollis</a> - Editors of <font face="Maiandra GD">FolkWorld</font>; Published 07/2008</font> <p><FONT FACE="Arial" SIZE=-2>All material published in FolkWorld is &#169 The Author via FolkWorld. 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